Skip to main content

Vogelhaus selber bauen

Du hast beschlossen, Dir ein Vogelhaus zuzulegen?

Es gibt zwei Arten von Vogelhäusern: Nistkästen oder Futterplätze.

Bei beiden Modellen musst Du zwei wichtige Punkte beachten:

  • Das Vogelhaus muss die Bedürfnisse der Vögel erfüllen, sonst nehmen sie es nicht an.
  • Das Vogelhaus muss natürlich auch Deinen Wünschen entsprechen, denn sonst hast Du keine Freude daran.

Warum sollte man ein Vogelhaus selber bauen?

Wenn Du ein Vogelhaus selbst baust, kannst Du genau darauf achten, dass es optimal für die Vögel geeignet ist, die sich in Deinem Garten aufhalten.

Was Du dabei beachten musst, erfährst Du auf unserer Seite.

Wenn Du das Vogelhaus selber baust, kannst Du Dir ganz genau die Materialien aussuchen, die Du haben willst. Du kannst genau die Farbe verwenden, die Dir am besten gefällt. Und Du kannst das Vogelhaus genau so bauen, wie Du es Dir vorstellst.

Der tollste Effekt für Dich ist dabei aber bestimmt, dass Du Deine eigene Kreativität ausleben kannst und mit deinen eigenen Händen etwas baust. Das Resultat ist ein Unikat. Ein Vogelhaus, das in genau dieser Form und Farbe niemand außer Dir besitzt!

Falls Du jetzt denkst, dass Du kein begnadeter Handwerker bist und eigentlich zwei linke Daumen hast – keine Angst! Ein Vogelhaus selber bauen ist ganz einfach und wir zeigen Dir, wie es geht!

In diesem Video zeigt dir Herr Gruber die Vorteile ein Vogelhaus selber zu bauen.

Hier geht es zu der umfangreichen Vogelhaus Bauanleitung*

Was für Vorteile hat ein Vogelhaus?

  • Ein Vogelhaus als Futterstelle hilft unseren gefiederten kleinen Freunden, besser durch den Winter zu kommen, wenn in der freien Natur die Nahrung für sie knapper wird.
  • Und uns bereitet es große Freude, die Vögel, die zu unserer Futterstelle kommen, zu beobachten.
  • Wir können uns die Vögel, die unser Vogelhaus besuchen, genau anschauen und wir können ihr Verhalten studieren.
  • Das ist besonders für Kinder wichtig, die im Zeitalter von Computern, Facebook und Whats-App-Gruppen viel zu selten Kontakt zur Natur haben.

Die meisten Vögel, die unsere Futterhäuschen aufsuchen, sind Meisen, Finken, Rotkehlchen, Amseln und Drosseln. Diese Arten sind aktuell in ihrem Bestand nicht gefährdet. Doch manchmal sind auch Haus- oder Feldsperlinge dabei, die immer seltener werden. Und so leisten wir mit der Winterfütterung auch einen kleinen Beitrag zum Artenschutz.

Ein Vogelhaus als Nisthilfe bietet unseren Vögeln einen geschützten Ort, an Vogelhaus selber bauendem sie ihr Nest bauen und ihren Nachwuchs aufziehen können.

Und auch hier können wir bei der Beobachtung viel über das Verhalten unserer gefiederten Freunde lernen. Zum Beispiel das Brutverhalten: brüten beide Vögel oder nur das Weibchen? Wie lange dauert die  Aufzucht der jungen Vögel? Und ganz besonders viel Freude bereitet es uns, wenn die Jungvögel aus dem Nistkasten herauskommen und die ersten Flugversuche unternehmen.


Was für Vogelhäuser gibt es?

Die Auswahl ist riesig. Egal ob Futterstelle oder Nisthilfe – Vogelhäuser gibt es in allen Größen, Formen und Farben. Du findest in dem Riesen Angebot originelle Vogelhäuser zum Beispiel in Form von Minihotels oder Wohnwagen. Es gibt zweistöckige Vogelhäuser. Traditionelle Vogelhäuser. Im bayrischen Stil, im Landhaus-Stil, im Westernstil. Hier ist  vom winzigen Vogelhäuschen bis zur großen Vogelvilla wirklich für jeden Geschmack etwas dabei.

Doch wenn Du das Vogelhaus nicht nur zu dekorativen Zwecken in Deinem Garten aufstellen willst, sondern damit wirklich Vögel füttern willst, musst Du einige Punkte beachten.


Die Größe des Vogelhauses

Je größer das Vogelhaus ist, desto mehr Vögel können es gleichzeitig benutzen.

Eine Futterstelle mit einer Grundfläche von 30 cm x 30 cm bietet zum Beispiel in der Regel nur gleichzeitig Platz für zwei kleinere Vögel wie Meisen oder Spatzen. Die anderen warten auf den umliegenden Ästen bis die jeweiligen Benutzer die Futterstelle mit ihrer Beute wieder verlassen und fliegen dann erst hinein.

Du solltest auch auf die Höhe des Eingangs achten.

Wenn der Zugang zur Futterstelle beispielsweise ca. 11 cm hoch ist, dann ist das groß genug für Meisen, Rotkehlchen oder Spatzen. Solltest Du aber auch einmal Besuch von einem Eichelhäher oder einem Buntspecht bekommen, wird es für diese Arten schon schwierig, in so ein Vogelhaus zu gelangen.


Hygiene im Vogelhaus

Hygiene ist sowohl für das Futterhaus, als auch für die Nistkästen extrem wichtig. Wenn im Futterhaus das angebotene Futter durch Vogelkot verschmutzt wird, besteht die große Gefahr, dass sich Salmonellen ausbreiten und die Vögel erkranken.

Zum Schutz davor solltest Du immer nur kleine Mengen Vogelfutter auf einmal ausstreuen und lieber mehrmals täglich nachlegen. Am besten kannst Du die Verschmutzung des Futters vermeiden, wenn Du einen sogenannten Futterspender oder ein Futtersilo verwendest.

Der Futterspender ist meist trichterförmig und wird von oben mit Futter befüllt. Unten kommt jeweils nur soviel Futter heraus, wie die Vögel weg picken. Das Futter kann somit nicht durch Vogelkot verschmutzt werden. Futterspender sollten so gebaut und aufgestellt werden, dass das angebotene Futter nicht nass werden kann. Das gilt natürlich auch für herkömmliche Futterhäuschen.

Wenn Dir herkömmliche Vogelhäuschen besser gefallen, dann solltest Du auf jeden Fall darauf achten, dass sie leicht zu reinigen sind. Das sollte regelmäßig mit heißem Wasser geschehen. Und am besten trägst Du bei der Reinigung aus hygienischen Gründen auch Handschuhe.

Die Nistkästen müssen jährlich gereinigt werden.

Meist haben die letzten Jungvögel im September die Nistkästen verlassen. Jetzt ist es Deine Aufgabe, die alten Nester herauszunehmen. Denn in ihnen haben sich jede Menge Parasiten wie Flöhe, Milben oder Zecken angesammelt. Der NABU empfiehlt, den Nistkasten gründlich auszufegen und auf keinen Fall scharfe chemische Reinigungsmittel oder Desinfektionsmittel zu verwenden. Sollte starker Parasitenbefall vorliegen, ist die NABU-Empfehlung, den Kasten mit klarem Wasser und gegebenenfalls mit etwas Sodalauge auszuspülen. Aber Achtung: hinterher gut trocken lassen und den Nistkasten erst in völlig getrocknetem Zustand wieder anbringen!


Der Standort des Vogelhauses

Für Dich zählt natürlich in erster Linie, dass das Vogelhaus in Deinem Garten gut aussieht  und dass es an einer Stelle steht, an der Du die Vögel gut beobachten kannst.

Die Benutzer der Futterstelle haben hier ganz andere Kriterien. Für sie ist es am wichtigsten, dass sie vor Katzen oder anderen natürlichen Feinden geschützt sind. Deshalb bietet es sich an, das Vogelhaus freistehend aufzustellen. So haben Katzen keine Möglichkeit, sich zu nähern, ohne dass sie von den Vögeln bemerkt werden.

Am besten stellst Du das Vogelhaus auch nicht direkt neben einen Zaun, einen Baum oder einen Busch mit stabilen Zweigen.

Hier finden Katzen oder auch Marder gute Möglichkeiten, um sich ungesehen anzuschleichen.

In etwas größerer Entfernung vom Vogelhaus wären Büsche mit dünnen Ästen sehr sinnvoll. Sie bieten den Vögeln schnellen Schutz, falls ein Sperber oder ein Falke angreifen sollte.

Wenn Du genügend Platz in Deinem Garten hast, kannst Du Dir auch überlegen, ob Du nicht nur ein Futterhaus aufstellst, sondern mehrere. Das hätte auch den Vorteil, dass Du unseren gefiederten Freunden unterschiedliches Futter anbieten kannst. Denn nicht jeder Vogel braucht das gleiche Futter.


Verschiedene Arten von Vogelfutter

Grundsätzlich gibt es 3 verschiedene Arten von Futter für Wildvögel:

Futter für Samenfresser

Samenfresser wie Spatzen oder Finken haben kurze, kräftige Schnäbel, mit denen sie Samen gut aufbrechen können.

Futter für Weichvogelfresser

Weichfutterfresser haben zierliche Schnäbel und brauchen weiche Nahrung wie zum Beispiel Insekten. Amsel, Zaunkönig und Rotkehlchen gehören zu diesen Arten.

Futter für Gemischtköstler

Gemischtköstler nehmen beide Futterarten an. Zu ihnen gehören Meisen, Kleiber und Spechte.

Von fast allen Arten werden Sonnenblumenkerne gerne angenommen, weshalb Du das gut als Basisfutter verwenden kannst. Im Handel gibt es geschälte und ungeschälte Kerne. Wenn Du ungeschälte Kerne nimmst, hast Du zwar weniger Abfall um die Futterstelle. Aber wenn die Vögel die Kerne erst knacken müssen, bleiben sie auch länger an der Futterstelle. Sehr beliebt sind auch ungewürzte, geschälte Erdnusskerne, die im Handel oft angeboten werden. Aber Achtung: auch Eichhörnchen lieben die Nusskerne und wenn die possierlichen Nager an Deinem Futterhaus auftauchen, vertreiben sie die Vögel!

Meisen lieben Gemische aus Fett und Samen. Für sie kannst Du Meisenknödel aufhängen. Aber bitte nicht die, die in Plastiknetzen eingewickelt sind. Hier besteht die Gefahr, dass sich die Meisen mit den Beinen in den Netzen verheddern und verletzen.

Auf keinen Fall verfüttert werden darf salzige Nahrung. Und auch Brot solltest Du nicht anbieten. Es verdirbt schnell und es quillt im Magen der Vögel auf.


Standort und Größe von Nistkästen

Wenn Du in Deinem Garten gerne Nistkästen anbringen möchtest, solltest Du erst einmal feststellen, was für Vogelarten am häufigsten in Deinem Garten vorkommen. Denn die verschiedenen Arten haben unterschiedliche Bedürfnisse an ihre Nistkästen.

Beachten musst Du hier zwei Punkte:

  • die Größe des Einflugloches
  • die Höhe, in der der Nistkasten angebracht werden sollte

Informationen dazu findest Du bei den jeweiligen Produktbeschreibungen und auch bei der Gruber Bauanleitung, wenn Du Dir einen oder mehrere Nistkästen selber bauen willst.


Das Einflugloch

Hier geben wir Dir eine kurze Übersicht über die benötigte Größe des Einflugloches der bekanntesten Arten:

  • Blaumeise, Haubenmeise, Sumpfmeise, Weidenmeise und Tannenmeise brauchen ein Einflugloch mit einem Durchmesser von 26 bis 28 mm.
  • Kohlmeise und Kleiber brauchen ein etwas größeres Einflugloch mit einem Durchmesser von 32 mm.
  • Für Feldsperling und Haussperling sollte das Einflugloch einen Durchmesser von 35 mm haben.
  • Der Star, für den wohl am häufigsten Nistkästen zur Verfügung gestellt werden, bevorzugt ein Einflugloch mit einem Durchmesser von 45 mm.

Bei der Positionierung des Nistkastens musst Du auch darauf achten, in welche Himmelsrichtung das Einflugloch zeigt. Nicht zu empfehlen ist die Wetterseite (Westen) oder die Ausrichtung nach Süden, denn hier wäre der Kasten für längere Zeit der prallen Sonne ausgesetzt.

Die beste Ausrichtung ist nach Osten oder nach Südosten.Um den Nistkasten vor Regen zu schützen, solltest Du ihn am besten so anbringen, dass das Dach nicht nach oben, sondern leicht nach unten geneigt ist.

Hier geht es zu der umfangreichen Vogelhaus Bauanleitung*

Größe, Höhe und Baumaterial

  • Generell empfiehlt der NABU eine Grundfläche von 12 x 12 cm am Boden des Nistkastens.
  • Die Nistkästen sollten in einer Höhe von ca. 2 bis 3 m angebracht werden. Auch hier solltest Du die genauen Anweisungen in den Bauanleitungen beachten.
  • Als Baumaterial empfiehlt der NABU 20 mm dicke, ungehobelte Bretter.
  • Auf Sperrholz oder Spanplatten solltest Du lieber verzichten, denn sie sind nicht witterungsbeständig.
  • Eichen- oder Lärchenholz ist am haltbarsten. Du kannst auch mit Kiefern- oder Fichtenbrettern arbeiten. Diese Holzsorten sind im Baumarkt meist am besten verfügbar.
  • Nicht verwenden solltest Du Buchenholz, das besser für den Innenbereich geeignet ist.
  • Zum Zusammenbau des Nistkastens solltest Du am besten Schrauben nehmen. Die machen die ganze Konstruktion stabiler, als wenn Du nur mit Nägeln arbeiten würdest.
  • Der NABU empfiehlt auf Holzschutzmittel zu verzichten, um die Gesundheit der Tiere nicht zu gefährden.
  • Die Außenwände kannst Du mit Leinöl oder umweltfreundlichen Farben streichen. Das schützt sie vor Feuchtigkeit und Pilzbefall.

Vogelhaus selber bauen – mit Bauanleitung oder ohne?

Nur sehr geübte Handwerker und Bastler können sich selber ohne Anleitung ein Vogelhaus bauen. Wenn du Anfänger bist und so etwas noch nie gemacht hast, dann empfiehlt es sich sehr, dass Du eine Bauanleitung benutzt. Das erspart Dir nutzlose Versuche und den großen Frust, wenn Du trotz stundenlanger Arbeit und den Ausgaben für das Baumaterial kein Vogelhaus zustande gebracht hast.

  • Eine gute Bauanleitung sollte Dir zunächst das Werkzeug auflisten, das Du zum Bau brauchst.
  • Ebenso wichtig ist eine Gesamtaufstellung des benötigten Materials wie Holz, Schrauben, Farbe etc.
  • Bei den Holzbrettern darf natürlich auch die genaue Länge der einzelnen Teile nicht fehlen.
  • Und wenn es dann an die konkreten Arbeitsschritte geht, sollten die wirklich leicht verständlich sein und nicht in Fachchinesisch schwelgen.

Im Internet gibt es zahlreiche kostenlose Bauanleitungen.

Doch hier besteht oft die Gefahr, dass diese Bauanleitungen nicht sehr ausführlich sind, oder dass Fachausdrücke verwendet werden, mit denen Du als Neuling nichts anfangen kannst.

Wenn da zum Beispiel von einem „Gehrungsmaß“ oder einer „Schmiege“ die Rede ist, kannst Du davon ausgehen, dass Du Dich lange einlesen musst, um zu verstehen, was Du machen sollst. Und das nimmt Dir mit Sicherheit den Spaß am selber bauen.

Im Internet findest Du auch viele Bauanleitungen, die Geld kosten. Auch hier kannst Du natürlich Pech haben und Geld für eine Bauanleitung ausgeben, mit der Du nicht klar kommst.

Eine sehr ausführliche Bauanleitung mit der Dir das sicher nicht passieren wird, ist diese:

Hier geht es zu der umfangreichen Vogelhaus Bauanleitung*

Die Gruber – Bauanleitung punktet mit zahlreichen Videos und einem E-Book. Das sehr ausführliche Material ist für jeden Laien verständlich und erklärt Schritt für Schritt, wie Du Dir dein Traumvogelhaus selber bauen kannst.

[Gesamt:1    Durchschnitt: 5/5]

Kommentare


Stefan 12. Juni 2017 um 11:46

Coole Webseite!

Antworten

Vogelhaus selber bauen 12. Juni 2017 um 21:03

Danke

Antworten

Silke 23. Mai 2017 um 23:15

Habe mir die Anleitung gekauft und bin begeistert, ist das Geld wirklich wert.

Antworten

Vogelhaus selber bauen 23. Mai 2017 um 23:36

Super, dass wir dir helfen konnten. 🙂 Ist wirklich eine sehr ausführliche und gut beschriebene Bauanleitung.

Antworten

Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Artikel? Teile sie mit uns!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*